Yami-Ichi harvest

As a follow up on our previous blog entry, the Internet Yami-Ichi (->definition)at the HeK was a blast and we are amazed at the creativity and diversity of all the participants. Kent contributed with his genuine Klettgauer root kit. Moriah made a zillion AppCakes in a colourful assortment.. Yum!

Here a blessing from one of the founding members:

“Hello Internet-ish people in Switzerland, we are IDPW from Japan and really excited to have 18th Internet Yami-ichi here in Basel.
Now you are in the internet, you can browse, chat, click, purchase, or anything you can do online in real life!
Enjoy the event!!”  Best,  Last fish,  IDPW, Japan

 

The <Best Ever Gold Standard Yami-Ichi Award> was designed by jana° and manufactured by our neighbour Michel Hardegger in his 3D printing lab HM-3D and required the top three entrants to collect enough “like” stickers on their stall to win one of them.

As in the digital counter part, the analog Internet Yami-Ichi featured the option of buying a pack of 10 like stickers to boost your chances, – and it emerged, someone even sold counterfit stickers via an improvised ad attached in the rest room, available to order per text message!!

 

 

 

The winners were then announced in the evening as part of the net_based 17 prize award ceremony and jana° still donned her pixel-pointer-arrow as the resident Yami-Ichi-Mama.

It was great fun!

Great thanks to Sabine Himmelsbach for asking me to organise this cool market. A big thank you to the whole team at HeK and a very special thanks to Alessandra Von Aesch for her tireless and fabulous support!

 

Here a news report from the Swiss national TV online edition (in German):

http://www.srf.ch/kultur/kunst/geeks-gemuese-globuli-eindruecke-vom-analogen-internet-flohmarkt

 

Emoji-Cupcakes, gerahmte Instagram-Bilder und eingeschweisste Rinderherzen: Am Wochenende fand in Basel der erste Schweizer Internet-Flohmarkt statt. Offline, im realen Leben.

Video «Der erste Schweizer Internet-Yami-Ichi» abspielen

Der erste Schweizer Internet-Yami-Ichi

«Pssssst, willst du Malware kaufen? Ich bin Hacker. Bei mir kriegst du Rootkits für nur fünf Franken.» Eine zwielichtige Gestalt, die schwarze Kapuze tief in die Stirn gezogen, deutet auf einen Korb. Er ist voll mit Wurzelgemüse.

Diese Szene spielt sich am vergangen Samstag auf dem Basler Dreispitzareal ab. Vor dem Haus der elektronischen Künste (HeK) geht der erste Internet-Yami-Ichi über die Bühne. Das heisst so viel wie Internet-Schwarzmarkt.

Bringt seine Rootkits unter die Leute: Künstler Kent Clelland. SRF

 

Hinter dem Hacker verbirgt sich der Musiker und Medienkünstler Kent Clelland. Mit dem Wurzelgemüse spielt er auf den digitalen Namensvetter an.

Ein Rootkit schleust Schadprogramme (auf Englisch Malware) unbemerkt in einen Computer. Das Rootkit will Clelland nun unter die Leute bringen. In Form einer Papiertüte – gefüllt mit Rüben, Randen und Sellerie.

 

Das Web in analoger Form

Das japanische Künstlerkollektiv IDPW rief den Internet-Yami-Ichi im Jahr 2012 in Tokio ins Leben. Die Gruppe um den Multimediakünstler Shunya Hagiwara will damit gegen die wachsende Digitalisierung und den Einfluss der grossen Internetkonzerne wie Google und Facebook protestieren.

Inzwischen fanden bereits mehr als zehn Internet-Schwarzmärkte auf der ganzen Welt statt. Nun holte sich das HeK den Event als Rahmenprogramm zur Vergabe des net.based Awards – einem Preis für netzbasierte Kunst – nach Basel.

Projektleiterin Jana Honegger, erkennbar am Kopfschmuck in Form eines Mauszeigers, organisierte den Anlass: «Im Internet findet sich viel Gutes, aber auch anstössige oder ärgerliche Dinge. Mit dem Internet-Yami-Ichi bringen wir das digitale Angebot in eine analoge Form.»

Das Rinderherz symbolisiert den illegalen Organhandel im Internet. SRF

Hier wird das Design erwürfelt

An rund 20 Ständen bieten Aussteller ihre internetartigen Waren feil. Auch das Darknet ist an einem Stand vertreten.

Gruslige Dinge wie ein echtes, eingeschweisstes Rinderherz als Symbol für den illegalen Organhandel finden sich neben Spielzeugpistolen und Globuli aus dem Glas zum selber Abfüllen.

An manchen Ständen müssen die Besucher aktiv werden: Man kann zum Beispiel auf Postkarten gedruckten Spam verschicken. Oder Emojis aus Bügelperlen basteln.

Beim Offline-Wikipedia stehen Lexika aus dem Jahr 1983 zur Verfügung. Begriffe bitte von Hand suchen, ausschneiden und einrahmen. Sofern sie überhaupt zu finden sind. Die Standbetreiberin erklärt: «Die Herausforderung ist es, Begriffe zu suchen, die hier noch nicht drin sind. Internet ist zum Beispiel in dieser Ausgabe noch gar nicht vorhanden.»

Am Stand des Zürcher Museums of Digital Art MuDA kann man T-Shirts mit einem Muster besticken. Das Design wird digital am Computer erstellt – mithilfe von selbst zusammengewürfelten Zahlenwerten. Auch andere Stände bieten Kunst- und Designobjekte zum Kauf an, die in der Gestaltung von der digitalen Welt inspiriert wurden.

 

Protest mit einem Augenzwinkern

«Yami» bedeutet so viel wie dunkel oder schwarz. Der Begriff steht im Japanischen aber auch für Fetisch. Der Internet-Yami-Ichi bedient Leute, die vom Internet ein bisschen besessen sind.

Die Grundidee der Erfinder – ein Protest gegen die wachsende Digitalisierung – erschliesst sich dem Besucher mit einem Augenzwinkern. Sowohl Aussteller wie Publikum geniessen es, das Internet mal gehörig auf die Schippe zu nehmen.

 

You will find a full list of all the participants here:

http://yamiichi.hek.ch